IT-ler warnen seit Jahren: Microsoft zieht alles in Richtung totaler Abhängigkeit. Cloud-Zwang, Abo-Fallen, geschlossene Systeme – und am Ende liegen sämtliche Daten bei einem Konzern, der ständig Standards bricht und seine Kunden vor sich hertreibt. Behörden und Unternehmen? Statt konsequent Alternativen aufzubauen, biegen sie ihre Abläufe so zurecht, dass Microsofts nächste Zumutung gerade noch erträglich wirkt. In ein paar Jahren gibt es dann nur noch Cloud-only. Und dann? Dann wird wieder laut geklagt – aber echte Alternativen hat man trotzdem nicht aufgebaut. Das ist das eigentliche Versagen.

#ms #microsoft

/kuk

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Microsoft ist damit nicht allein. Cloud heute ist das Unix der Achtziger. Die dicken Fische haben verstanden, dass es Zentralisierung braucht um viel Geld im Internet zu verdienen. Und alle "mir doch egal, es läuft doch" Manager laufen in die Bequemlichkeitsfalle aus der sie nicht mehr herauskommen. Und wenn die Falle zu ist, beginnt das, was @pluralistic "enshittification" nennt.
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Wir haben mittlerweile für alle Anwendungsbereiche Alternativen geschaffen und stellen Schritt für Schritt um. Allerdings haben wir den Exitus schon vor Trump eingeleitet. Der Weg, den die sog. Tech-Giganten eingeschlagen haben, sollte spätestens seit Corona offensichtlich sein.
Wer jetzt nicht mit der Umstrukturierung anfängt, wird dafür bezahlen - im wörtlichen Sinn.
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Absolut richtig. Gleichzeitig wundert man sich, dass man immer noch abhängig ist von den Industrien des 20. Jahrhunderts. Anstatt digitale Wertschöpfung direkt hier zu betreiben. Und das fast durchgehend unter der Fuchtel von den selbsternannten Wirtschaftsverstehern der Union. Für die ist nicht nur Digitales Neuland, sondern im Grunde auch Wirtschaft. Reine Kompetenzdarsteller.
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Eine der besten Geschichten (die niemand kennt, aber uns alle betrifft) kommt aus der Ecke Pharma / regulierte Daten: Die Vorschriften der USA (FDA: 21 CFR Part 11) und EU (Annex 11) schreiben vor, dass wer zugelassene Arzneimittel produziert die vollständige und alleinige Kontrolle über seine Daten haben muss. O-Ton eines Data Integrity-Spezialisten: Dies schliesst die Verwendung von Microsoft aus. Jeder in der Branche weiss, keiner macht was.
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Dr. Horst Baier, seit 2020 der CIO und IT-Bevollmächtigte der Landesregierung Niedersachsen Ende November auf dem IT-Symposium der niedersächsischen Landesverwaltung in Osnabrück sinngemäß so: "Digitale Souveränität ist, nicht noch abhängiger zu werden..." - und das Ziel wird, wenn es so weiter geht, nicht erreichbar sein.
Aber er steigert sich schon. 2024 war es noch sinngemäß: "Wir wollen digitale Souveränität, daher nehmen wir Microsoft..."
Beides mal starkes Gelächter im Saal...
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@phpmacher am geilsten finde ich immer wieder die Aussage, dass es zu teuer wäre ein eigenes Betriebssystem für Staat/Verwaltung zu erstellen.
Also erstens wäre das endlich digitale Souveränität, deren wahrer Wert sich erst in Krisen zeigt.

Und zweitens hat Deutschland 2024 etwa 160 Millionen für Windowslizenzen in der Verwaltung ausgegeben.
Wohlgemerkt in einem einzigen Jahr!
Für 160 Millionen kann ich aber etliche Linux-Entwickler ziemlich lange bezahlen!

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Du hast Recht, und es betrifft fast alle Bereiche.
In manchen sieht man aber doch, dass der richtige Weg eingeschlagen wurde.
Hätten wir nach dem EU-verordnetem Ende der heißen Glühbirnen nicht die fiese (giftige, hässliche, …) Energiesparbirne bekommen, wäre die LED-Technik nie so schnell so viel besser geworden.
Selbiges erhoffe ich mir auch bei der E-Mobilität (nun ja, ich hoffe schon eine geraume Weile…)